Neuanfang

Happy new YEAR!!!

Das letzte Jahr hat ein wunderbares Ende gehabt. Das letzte Wochenende war ich in Chemnitz, bei einem sehr guten Freund. Ich habe ihn auf dem Freakstock kennengelernt und wir ticken in vielen gleich, was ich nicht bei vielen Menschen finde. Umso schöner und kostbarer war die Zeit mit ihm. Und am 31.12 hat sich mein bester Freund taufen lassen und ich habe mit ihm, seiner Familie und weiteren Freunden in das neue Jahr hinein gefeiert.

Wenn ich auf das letzte Jahrzehnt zurück blicke, hat es mir nicht nur die 30 geschenkt, sondern sehr viele harte Lektionen, Verluste, Herausforderungen, Tiefpunkte, Verletzungen und Begegnungen mit dem Boden. Allerdings kann ich auch viel positives verbuchen. Ich habe drei Ausbildungen geschafft, bin dreimal umgezogen und habe einen Ort gefunden, der mein „Zuhause“ geworden ist. Ich habe mit Lichttechnik angefangen, durfte auf dem Freakstock Lichttechnik machen, habe wunderbare Menschen kennengelernt, die mein Leben um so vieles bereichern, dass ich es gar nicht alles aufzählen kann. Ich habe einen Ort gefunden, an dem ich sein darf, wie ich bin und ich lerne immer mehr, mich auch selbst so anzunehmen.

Nun startet ein neues Jahr und da wir 2020 haben auch ein neues Jahrzehnt… es ist ein Neuanfang und es startet ohne Kater und mit blauem Himmel und Sonne. Es startet ohne Vorsätze, aber mit Wünschen und Zielen. Es startet mit einem positiven Blick nach vorne und einem dankbaren Herzen, das alle Erfahrungen des letzten Jahrzehnts hütet und mich immer wieder daran erinnert, das Gott überall dabei war. Ich freue mich riesig auf das, was er vorbereitet hat und was ich alles entdecken darf.

Meine Zeit steht in seinen Händen! Ein Satz, der wahrer nicht sein könnte.

Ich wünsche dir ebenfalls einen guten Neuanfang des Jahrzehnts, sei gesegnet, behütet und wisse, das du in den dunkelsten Momenten nicht alleine bist.

Nicht aufgeben und Berufung leben…

Seit einem Jahr und neun Monaten fehlt ein sehr wichtiges Lebewesen in meinem Leben. Kalle! Viele haben meine Vermisst-Meldungen geteilt, mitgefiebert und ebenso viele sind selbst losgezogen, um mir meinen größten Wunsch zu erfüllen. Oft sind diese eigenen Versuche gescheitert und haben mein Expertenteam fast verrückt gemacht. Das Gute: Auch nach 1,9 Jahren wird er immer noch gesehen. In sehr unregelmäßigen Abständen, aber er wird gesehen. Mein kleiner Überlebenskünstler. Ich kann die Hoffnung nicht aufgeben, dass ich ihn eines Tages wieder in meine Arme schließen kann. Er ist ein Teil meines Lebens und wird es immer bleiben, aber er fehlt…

Ich musste mich aus der Sicherungsgruppe rausziehen, weil ich es einfach nicht mehr schaffe, zu sehen, dass Futterstellen leer sind – und dann auf den Kameras zu sehen welche Tiere sich am Futter erfreut haben. Eben – alle außer Kalle.

Sein verschwinden hat eine Kettenreaktion in mir ausgelöst, die alle Mauern um jegliche verdrängten Dinge eingerissen hat. Und nein… ich baue diese Mauern nicht mehr mühevoll wieder auf, sondern ich gehe die Dinge, die ich verdrängen wollte an. Und ich danke meinen Freunden, die mit mir zusammen kämpfen, für mich da sind und mir immer wieder meine Selbstwahrnehmung grade rücken.

Die letzten Jahre waren ziemlich krass und mit vielen Veränderungen in jedem Bereich meines Lebens… aber den genialsten und größten Schritt werde ich Ende des Jahres gehen. Denn dann beginne ich mit dem Master-Fernstudium in Theologie und ich freue mich schon sehr darauf. Auch wenn es bedeutet, dass ich viel Zeit neben der Arbeit hinein investieren muss. Ich fühle mich dazu berufen und habe Bestätigung aus den unterschiedlichsten Richtungen erhalten.

Ihr dürft gerne dafür beten, dass der Einstieg gut wird und dass ich das alles gut hinbekommen kann.

Liebevoll… oder voller Liebe ❤️

Nein, ich bin nicht verliebt und nein, du wirst jetzt keine Liebesgeschichte lesen, die mich betrifft. Also, zumindest fast nicht. Denn ich möchte dir mitteilen, dass DU liebevolle Blicke erhältst. Du wirst von Jesus voller Liebe angesehen. Und ja, ich weiß, das ist sehr direkt, aber ich habe das Gefühl, dass es dran ist gesagt zu werden.

Egal, in welchem Loch du grade steckst, Jesus sieht dich. Er kann besser als jeder andere verstehen, was es bedeutet, in einem Loch zu stecken. Er ist bei dir und lässt dich nicht alleine. Ja, er sitzt mit dir im Loch und wartet darauf, dass du ihm die Hand gibst. Und glaub mir, er hat Geduld, denn du bist ihm wichtig.

Egal, wie tief du grade im Morast steckst… er wartet darauf, dich herauszuziehen. Er liebt dich – auch wenn du stinkst.

Egal, ob du grade Überflieger, Unterflieger, Tollpatsch, Normalo oder sonst wer bist: Jesus liebt dich. Und es ist dabei nicht entscheidend, wie deine Vergangenheit bisher aussah, oder wie du jetzt grade tickst – entscheidend ist, ob du von ihm geliebt werden willst.

Kannst du dir vorstellen, dass er aus Liebe zu dir vor über 2000 Jahren starb, damit er später einmal mit dir die Party der Ewigkeit feiern kann?

Kannst du dir vorstellen, dass es einen Gott gibt, dem es egal ist, welche Scheiße du fabriziert hast – er hat deine gesamte Zukunft im Blick und kann erahnen, was da noch so alles kommt… aber er liebt dich und will den Weg mit dir gehen.

Kannst du dir vorstellen, dass er uns den freien Willen gelassen hat, obwohl es wahrscheinlich das schwerste für ihn war, was er getan hat?! Immerhin weiß er, was es für uns bedeutet.

Jesus liebt dich! Liebst du dich? Und kannst zulassen, von ihm eine Welt gezeigt zu bekommen, die voller Wunder und Liebe ist? Voller Gnade und Vergebung und letztlich auch voller innerem Frieden? Er blickt dich liebevoll an und ist so voller Liebe für dich, dass sich das keiner vorstellen kann.

Für B.

Liebe deine Feinde

Dieser Vers ist Teil der Bergpredigt und steht in Matthäus 5,44-48. Er war gestern der Tagesvers der Youvision BibleAPP und hat mich vor eine Herausforderung gestellt.

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein friedliebender Mensch bin und Kinder sehr gerne habe. Ich habe gedacht, dass die Arbeit in der Kita erfüllend ist und ich den Kindern helfen kann auf ihrem Weg zum Schulkind Fähigkeiten zu erwerben. Leider ist dies in der Kita, in der ich arbeite nicht wirklich möglich. Und nein, es liegt nicht an den Kindern. Da muss ich sagen, die Kinder können nichts für ihre Eltern.

Eltern, die anfangen, gegen Mitarbeiter zu hetzen, übel nachreden und Gerüchte in die Welt setzen. Eltern, die einem das Wort im Mund umdrehen und es schaffen, dass man mit Bauchschmerzen auf Arbeit erscheint.

Gestern habe ich die Reißleine für mich gezogen und bin (bis ich den Job Ende des Monats wechsel) krankgeschrieben. Ich wollte die drei Wochen durchziehen, der Kinder wegen und auch ein bisschen für mich, aber das wären falsche Motive gewesen.

Viele meiner Freunde haben geschockt reagiert, den Betroffenen Dinge an den Kopf gewünscht und gemeint, ich solle sie doch anzeigen. Diese Reaktion kann ich nachvollziehen, ist aber dennoch nicht meine.

Denn: Liebet eure Feinde! Welchen schwachen Charakter müssen diese Leute besitzen, die so gegen andere gehen? In mir ist keine Wut. Ich habe keine Rachegedanken… in mir ist Traurigkeit und Mitleid. Sie tun mir leid, wenn dies der einzige Weg für sie ist. Und letzten Endes wird Gott Richter sein. Ich sollte mir kein Urteil erlauben. Ich weiß nur, dass Gott diese Menschen auch liebt und dass ich sehr viel von Jesus lernen kann. Besonders in solchen Momenten. Besonders, wenn Menschen so offensichtlich gegen einen sind. Besonders, wenn ich das Gefühl habe, dass ich es nicht ertragen kann. Denn da ist Gott. Er hält mich und trägt mich durch alle Gefahren. Er schirmt mich vor meinen Widersachern ab und beschützt mich.

Und noch eine weitere Komponente darf ich nicht außer Acht lassen: Der Teufel versucht alles, um mich von Gott wegzubekommen. Dass er das Gegenteil mit seinen Aktionen erreicht, ist ihm scheinbar weiterhin nicht bewusst. Er hat mich nicht davon abgebracht aufs Freakstock zu fahren und er wird mich nicht davon abbringen, demnächst Theologie zu studieren. Er wird es versuchen, wird Menschen dazu nutzen, aber Jesus hat schon längst gesiegt – wieso sollte ich da also noch einknicken?

In diesem Sinn: Liebe die, die dich verfolgen und hassen. Mit Liebe rechnen diese Menschen nicht. Und verlass dich auf Gott.

Sei gesegnet und gehe in dem Bewusstsein durch den Tag, dass du Gottes geliebtes Kind bist und er für dich sorgt.

#freakstock2019

Ich liebe dieses Bild. Nicht, weil der Regen die Farben noch besser zur Geltung bringt. Sondern einfach aus dem Grund, dass es mein Motto widerspiegelt. Lerne, im Regen zu tanzen!!!

Es war mein erstes Jahr, wo ich beim Freakstock dabei war. Und ich wäre nicht ich, wenn ich nicht mitgearbeitet hätte. Für mich ging es also schon am Montag (29.07) nachmittags nach Kierspe. Von meinen Technik-Kollegen waren noch nicht viele da, so dass ich zunächst beim Sortieren des Hauptlagers geholfen habe. Dann haben wir uns abends als Team getroffen, die ersten Transporter ausgeladen und Aufgaben besprochen. 16 Leute, teils beruflich in der Veranstaltungstechnik, teils so wie ich Laie, die es ehrenamtlich machen. Ich war voll motiviert und hatte auch etwas „Schiss“ da ich im Secret Garden ab Donnerstag Licht drücken sollte.

Ich will nicht in die Einzelheiten vom Aufbau gehen… nur so viel: Bei den Elektrikern wurde mein Bereich „Sekret Garten“ genannt und die Überschrift „Pleiten, Pech und Pannen“ war wohl beim Aufbau passend. Als es am Donnerstag losging lief alles und ich kam mit dem Pult klar.

Und was soll ich sagen? Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, für die DJs Licht zu drücken und deren Musik und Beats farblich zu gestalten. Ich als Lichttechnikerin aus der Gemeinde gewöhnte mich auch schnell daran, den Strobo einzusetzen (wenn es auch an der ein oder anderen Stelle wahrscheinlich zu viel war…). Ich hatte meinen Spaß und die Teilnehmer und DJs scheinbar auch, ich hatte keine Klagen gehört.

Freitag Abend fing es dann an, dass wir mit Regen zu kämpfen hatten und während die andere Bühne sprichwörtlich unterging und ins Wasser fiel, konnten wir bis 24 Uhr noch weitermachen und es war eine Freude, die Menschen mit übergestülpten Mülltüten, Schirmen und Regenkleidung weitertanzen zu sehen. Allerdings haben auch wir dann wegen dem Regen abbrechen müssen. Dennoch sind wunderbare Bilder dabei entstanden und ich bin sehr glücklich darüber.

Insgesamt habe ich sehr viel lernen dürfen (auch wo meine Grenzen bei Schlafmangel liegen) und habe wunderbare Menschen kennengelernt. Als Team bleiben wir weiter in Kontakt und ich bin gespannt, wen ich nächstes Jahr wieder treffe, denn ich habe definitiv Feuer gefangen.

Neuanfang

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Ich fühle mich, wie diese abgerissene Pusteblume. Ich fühle mich meiner Kräfte beraubt. Mein Innerstes ist leer gesaugt. Und doch gebe ich nicht auf. Ich muss immer wieder daran denken, dass mir gesagt wurde, dass der Scheiß, der mir in meiner Vergangenheit passiert ist, anderen zum Segen wird. Genauso wie die Samen der Pusteblume, die für die Blume ein Verlust bedeutet, anderen allerdings neues Leben schenkt.

Es ist schwer, Altes hinter sich zu lassen. Und es ist schwer, in einem Bereich zu arbeiten, in dem es menschlicher zugehen sollte, als es der Realität entspricht. Es ist erschreckend, wenn man im Kindergarten aufpassen muss, was man sagt, da alles an alle weitergetratscht wird und es einfach kein Ende nimmt. Es braucht die volle Kraft, dort zu arbeiten. Wenn man dann am Wochenende frei hat, ist man froh, wenn man keine anderen Verpflichtungen hat und die Zeit mit Menschen verbringt, die einem gut tun.

Ich wage einen Neuanfang. Jeden Tag auf Neue nehme ich mir vor, dass es besser wird. Ich fange jeden Tag aufs Neue an, meinen Mitarbeitern Vertrauen zu schenken. Jeden Tag aufs Neue nehme ich die Kraft auf mich, den Tag ohne große Blessuren zu überstehen. Und es ist ein großer Kraftakt. Das alles schaffe ich nicht alleine. Neben meinen besten Freunden habe ich Jesus, der mir zur Seite steht, bei jedem Gespräch dabei ist und der mit und für mich kämpft. Ohne ihn bin ich nichts – ein leeres Gefäß. Mit ihm bin ich alles, was mich ausmacht.

Jeden Tag aufs Neue habe ich einen Neuanfang, ein neuer Tag, der mir die Chance gibt, mein Potential zu entfalten. Neuanfänge sind gut, wenn man sie nutzt. Aber es gibt auch Tage, an denen ich nicht neu anfangen will. Tage, an denen ich nicht mehr kämpfen möchte. Es sind Tage, an denen ich keinen Sinn im Neuanfang sehe – und mich frage, wieso ich das erleiden und ertragen muss… Nun ich würde sagen, dass jeder Neuanfang schmerzhaft ist. Man muss sich schließlich eingestehen, dass das Alte sich nicht bewährt hat, oder vorbei ist.

Jeder Tag beginnt mit einem Neuanfang – aber einer ist immer an meiner Seite, auch wenn alle anderen nicht da sind: Jesus. Ihm alleine verdanke ich mein Leben, meinen Lebenswillen und die Hoffnung, dass ich eines Tages meine Berufung erfülle, auch wenn ich noch nicht 100% weiß, wie diese aussieht und eher im Trüben fische. Jesus ist mein Wegbegleiter, Retter und Erlöser und er hilft mir jeden Tag aufs Neue auch die ganzen Täler zu durchwandern. Also, auch wenn ich mich so fühle, wie diese Pusteblume – so weiß ich, dass es einen Sinn gibt auch wenn ich ihn noch nicht sehe.

Tägliche Kämpfe

Ich bin heute absolut nicht gut drauf… kann nicht arbeiten, weil ich den Nacken steif habe, bzw. einen Nerv eingeklemmt habe.

Gestern Abend war ich so blöd und habe mich ausgesperrt- das doofe war, dass mein Schlüssel von innen in der Türe hing. Freunde von mir haben geholfen, dass ich wieder in die Wohnung kann. Wir haben es nicht geschafft. So musste dann doch der Schlüsseldienst her… er kam zur genannten Zeit und brauchte nicht mal eine Minute um meine Tür aufzumachen.

Wenn ich jetzt nur auf die Situation achte, könnte ich sagen: „Pech gehabt, passiert!“ Aber das habe ich nicht. Ich bin wieder in ein Loch gefallen, zweifel an mir (da ich meinen Schlüssel sonst nicht vergesse) und daran, dass es nicht so sinnvoll ist, gut laufende Zeiten zu genießen… da direkt die nächsten schlechten kommen und ich diese nicht erwarte.

Dieses Denken zeigt mir die Angriffe des Teufels. Ich glaube an Jesus – damit glaube ich auch an den Teufel und der tut alles dafür, dass wir eben nicht am Glauben dran bleiben. Er schickt uns Ablenkung und Nöte. Er manipuliert und lässt uns ein Verhalten annehmen, das uns gegenüber unseren Mitmenschen nicht grade wertschätzend und liebend wirken lässt. Und kleine Sticheleien und dissen machen manche Beziehungen schwieriger… und das kommt nicht von Gott.

Jeden Tag aufs Neue ist es ein Kampf. Ein Kampf zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt. Ein Kampf zwischen meiner Psyche und meinem Alltag. Ein Kampf zwischen Glauben und Zweifel. Jeden Tag aufs Neue ist die Frage: „Was kommt heute?“, in meinem Kopf.

Ich möchte positiv denken und positiv an die Zukunft gehen, aber bei all dem, was in der Vergangenheit war, ist das doch eher schwierig. Alles was ich machen kann, ist, den jetzigen Augenblick zu genießen… was mit Ibuprofen und Novalgin auch jetzt irgendwie möglich ist.

Der Teufel wird mich nicht klein kriegen, mein Glaube ist stärker! Und wenn ich mich schwach fühle und nichts wert, weiß ich, dass Jesus mich trägt und mir zur Seite steht.

Ein kleines Licht…

Ich fühle mich als kleines Licht in diesem riesigen Universum. Ein ganz kleines Licht auf dieser Welt. Und als eben wieder so etwas wie panikähnliche Gedankenwellen in meinem Kopf ineinander fielen und an meiner Gehirnwand brachen… war DER Moment da. Ein Moment, der mich an früher erinnert hat und mir die Sehnsucht nach Oma Marthas Pfannkuchen in den Körper pflanzte. Wenn es die früher gab, war die Welt in Ordnung. Die Pfannkuchen versprachen an den Tagen wo es mir nicht so gut ging, dass alles wieder gut würde. Genau dieses Gefühl wollte ich. Rezept: da… alles vorhanden, außer Mehl.

Also, ich los in den nächsten Supermarkt, verbunden mit einem Spaziergang, den ich ja eh grade brauche. Ich stehe vor dem Fach mit dem Weizenmehl und??? Leer! Wie kann es sein, dass das fu… Mehl leer ist? Mehl!!! Es kam einer Desillusionierung gleich. Von jetzt auf gleich fiel der Vorhang.

Es wird nichts mehr gut! Und das schon seit Jahren, Jahrzehnten nicht mehr. Wir richten die Welt zugrunde und haben doch nur unsere eigene Generation vor Augen… nach uns die Sintflut. Nur, dass sie schon vor uns war und wir es eigentlich besser machen sollten. Aber wir können nicht. Und wieso? Weil wir nur Menschen sind. Menschen machen Fehler und sind nicht perfekt. Demnach können wir auch kein perfektes Leben auf einer perfekten Erde führen. Viele von uns versuchen es… schaufeln immer mehr Geld an wie Dagobert Duck… aber perfekt ist deren Leben auch nicht. Und andere? Sie leben ein ziemlich kaputtes Leben in einer ziemlich kaputten Welt.

Wenn dieses doofe nicht vorhandene Mehl mich darauf hinweisen kann, wie kaputt doch alles ist, worauf hat dann die Verkäuferin mit den Worten „das Mehl ist morgen Nachmittag bei der Lieferung dabei“ bei hingewiesen?

Es gibt einen nächsten Tag. Es gibt eine Hoffnung, die uns bringen wird, was wir brauchen. Eines Tages wird Jesus wieder kommen, in unsere kaputte Welt und in unsere dreckigsten Flecke unseres Daseins und wird uns reinigen. Er wird das neue Reich aufbauen und wir dürfen es bewohnen, so wie Gott es sich von Beginn an vorgestellt hat.

Ein Teil meiner Gedanken ist aus der Predigt von unserem Pastor M. Bendorf heraus weiter gedacht oder umgeändert worden. Predigten, die doch so einen alltäglichen Bezug haben, dass jeder etwas mit seinen Worten anfangen kann.

Heute war nicht mein bester Tag. Und ich mag auf dieser Erde nur ein ganz kleines Licht sein. ABER: ich werde leuchten und zusammen mit anderen kleinen Lichtern ein größeres Licht ergeben. Und morgen gibt es dann Pfannkuchen und vielleicht wird dann schon mal etwas wieder besser.

Anfechtung und Freiheit

Ich lebe in stetiger Anfechtung und genieße doch die Freiheit, die mir mein Glaube bringt.

Wer kennt sie nicht? Die Sätze, die im Kopf spuken und einen nicht in Ruhe lassen…

– du schaffst es doch eh nicht, wieso fängst du eigentlich damit an?

– du bist es nicht wert, dass die anderen sich mit dir beschäftigen

-sieh dich doch nur mal an, wie du schon wieder aussiehst…

Sätze, die mich kontinuierlich fertig machen wollen. Sie wollen mich klein halten und mich selbst an mir zweifeln lassen. Und es ist erschreckend, wie oft sie es auch schaffen.

Erschreckend, denn es sind keine Sätze von Gott! Gott guckt mich mit seiner ganzen Liebe an. Er würde nicht mal auf den Gedanken kommen. Seine Liebe ist die größte, die es gibt. Und sie gilt mir und besonders dir.

Ich durfte in meinem Leben immer wieder Durststrecken erleben. Wege, die mich nur weiter in den Gedankenkreisel geschoben haben, türmten sich vor mir auf. Wege mit steilen Felskanten und kaum Sicherungsmöglichkeiten. Immer wieder kam der Gedanke „lass doch einfach los, dann ist es rum“…

Ganz ehrlich? Aufgeben war NIE eine Option für mich! Ich habe vieles erlebt, doch ich vertraue darauf, dass am Ende meines Lebens, die schönen Momente überwiegen. Der Teufel versucht es mit allen Mitteln. Er greift mich persönlich an, greift die Menschen an, die mir am Herzen liegen und er kann so richtig schön manipulieren… wenn wir ihn lassen!

Ich war letzte Woche auf Chortour in Bayern. Meine Stimme war noch nicht wieder voll da und es kamen Gedanken wie „wäre ich doch Zuhause geblieben, die anderen haben ohne mich bestimmt eine bessere Zeit“… doch ich wurde eines besseren belehrt. Es fällt auf, wenn ich bei einer Probe nicht dabei bin. Es fällt auf, wenn ich ein Konzert nicht mitsingen kann. Und das erschreckende, wo ich noch an mir arbeiten muss: es zeigt, dass ich irgendwie auffalle. Das will ich aber doch gar nicht…

Oft habe ich mich wie diese Grille gefühlt, die in die Tiefe guckt. Und mir ist etwas bewusst geworden: Gott möchte unseren Fokus nicht auf die Tiefen legen. Wir sollen die Höhen wahrnehmen und wenn es nur 5cm Höhenunterschied ist… es ist einer!

Ich hatte die Ehre eine Andacht zu halten und beim Konzert Zeugnis zu geben. Die Tiefe drohte mich zu verschlingen, doch mein Fokus lag auf Jesus. Und es hat unglaublich viel Freude gemacht, über Jesus und sein Wirken in meinem Leben zu sprechen. Ich sah nicht mehr den Anfechtungshaufen, sondern die Freiheit, die Gott mir täglich neu schenken will. Ich muss sie nur annehmen.

Legen wir den Fokus auf die Kleinigkeiten in unserem Leben und sind dankbar dafür, so werden die Anfechtungen nicht weniger, aber wir immer stärker, denn wir lernen immer mehr auf die Freiheit unseres Glaubens zu achten. Und doch sollte uns die Freiheit im Glauben nicht übermütig werden lassen, sondern besonnen und ruhig.

Ich wünsche Dir unglaublich viel Freiheit und Leichtigkeit, auch mit den Niedrigkeiten in deinem Leben leben zu können. Ich wünsche dir, dass du in Zeiten der Anfechtung nicht vergisst, dass Gott Gedanken der Liebe hat, nicht die der Selbstzweifel.

„Ich bin da“ spricht Gott

In die Stürme meines Lebens spricht Gott: „Ich bin da!“

In die Wirrungen der Politik und Zeitgeschichte spricht Gott: „Ich bin da!“

In die Katastrophen und Unglücke spricht Gott: „Ich bin da!“

In die Möglichkeiten unserer Zukunft spricht Gott: „Ich bin da!“

Die Frage ist nur: Wo sind wir? Wo sind unsere Ohren? Wem vertrauen wir? Und wem glauben wir?

So viele Wege… und doch kann es letzten Endes für mich nur einen geben… und der ist über 2000 Jahre alt. Er hat Bestand, in einer Welt, die immer schnelllebiger wird. ER ist der Weg, die Wahrheit und das Leben und niemand wird zum himmlischen Vater kommen, ohne am Kreuz vorbeizukommen.

Egal, in welcher Situation du dich grade befindest: „Gott ist da! Du bist nicht alleine! Gott liebt dich, so wie du bist!“