Ein Jahr ist es her… genau ein Jahr und 27 Tage! Er ist immer noch weg. 😦 Mein Leben hat es vollkommen auf den Kopf gestellt. Ich bin in ein Loch gerutscht, aus dem ich nicht selbst herauskam. Und das NICHT allein, weil mein Hund weggelaufen ist!

Ich habe mein ganzes Leben immer so gelebt, dass ich die Starke bin, die alles unter Kontrolle hat. Egal welche Katastrophe, ob mein Opa starb, meine beste Freundin zuvor oder meine Oma danach… egal ob meine Schwester wieder im Krankenhaus war… egal dass der Kontakt zur Familie zeitweise ausblieb… Ich war die Starke! Nur eine Rechnung blieb offen: Die meiner Hochsensibilität…

Ich nehme Emotionen stärker und früher wahr, reagiere bei gewissen Gerüchen extremer und kann ohne Vorurteile auf Menschen zugehen… das alles ist eine wunderbare Gäbe, aber ebenso auch Fluch. Und es gab in den letzten zehn Jahren eine Zeit, in der ich nicht auf mich geachtet habe, meine Bedürfnisse/Wünsche/Gefühle waren für mich nicht existent.

Als Kalle weggelaufen ist, brach mein Kontrollsystem zusammen. Hilflosigkeit und Kontrollverlust führten dazu, dass mein System mit dm ich alles verdrängen konnte einbrach und somit alles nach oben katapultierte. Damit ich damit überhaupt irgendwie klarkam fokussierte ich mich auf die Suche nach Kalle. Ich musste krankgeschrieben werden, da ich an Schlafmangel, emotionalen Zusammenbrüchen und Depression litt.

Inzwischen habe ich einen neuen Job, Therapie und schon einen Teil meiner verdrängten Themen bearbeitet – verarbeitet aber noch nicht. Kalle und sein Verlust haben mir gezeigt, was bei mir selbst im Argen liegt. Und ganz ehrlich? Anders hätte ich immer so weitergemacht wie zuvor. Ich hätte nichts verändern müssen, weil es ja irgendwie ging…

Ich wünsche mir nichts mehr, als Kalle wieder in meine Arme schließen zu können. Ich möchte mich bei ihm bedanken, dass er durch seine Abwesenheit mir zu mir selbst verholfen hat.

Was leider wenige Hundebesitzer verstehen ist die Tatsache, dass ich selbst es psychisch nicht schaffe, die Futterstellen zu betreuen, die wir (Ines, Idgie, Conny, Saskia, Ilka, Tanja, Heike und viele mehr) immer wieder neu einrichten. Ich schaffe es nicht und das aus zwei Gründen. Der erste: Ich werde immer wieder an die Hilflosigkeit und meine Gefühle aus der Anfangszeit erinnert, die mit Macht über mich kommen wollen. Der Zweite: Es ist für mich absolut frustrierend und niederschmetternd, wenn Kalle wieder nicht auf den Bildern der Kameras ist oder ich feststellen muss, dass wieder eine geklaut wurde.

Kalle bedeutet mir unglaublich viel und er ist mein Hund, aber ich bin unglaublich dankbar für mein Team, das die Futterstellen übernimmt. Helfe ich gelegentlich mal aus, weiß ich, dass ich danach psychisch sehr aufpassen muss, nicht wieder im Loch zu versinken. Für Ines ist es genauso schwer, doch sie haben Laika, zu der sie dann gehen kann, sie knuddeln kann und Trost findet… bei mir Zuhause warten nur meine Kuscheltiere und das ist kein Trost – wenn da vorher Kalle war.

Lasst also das urteilen und verurteilen und achtet auf euch und eure Fellnasen. Besonders jetzt vor Silvester!

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Bild  —  Veröffentlicht: 27. Dezember 2018 in Alltägliches und so :)
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Schönheiten, wie diesen Himmel, nehme ich immer wieder im Augenwinkel wahr. Das Aufgehen der Sonne – gemischt mit einem Arzttermin. Einem von vielen in letzter Zeit…

Und das nicht nur bei mir. Wie kann ein Mensch mit 22 Jahren einen Schlaganfall erleiden? Eine Erkrankung, die bis vor Jahren hauptsächlich bei alten Menschen auftrat, verjüngt sich zunehmend. Eigentlich ziemlich erschreckend und bei unseren Gesundheitskassen sollten eigentlich alle Alarmglocken schrillen. Aber scheinbar werden lieber die Folgen „versorgt“, statt Prävention zu betreiben. Die Diagnose „Schlaganfall“ habe nicht ich bekommen, und dennoch war das eine schwarze Nachricht. Eine, die man eigentlich nicht erhalten möchte…

Der Anfall hat ein großes Loch im Herz als Ursache. Also, wenn ich von groß spreche, dann meine ich groß. Und das ist ebenfalls eine sehr schwarze Nachricht. Du willst eine weiße Nachricht?

Ohne den Anfall wäre das Loch nicht entdeckt worden. Und all die Jahre über hätte weitaus schlimmeres geschehen können. Es grenzt an ein Wunder und auch, dass wahrscheinlich keine Folgen zurück bleiben werden. Das Loch kann verschlossen werden… alles weitere wird uns die Zeit zeigen.

Gott ist so unfassbar nah in solchen Situationen, das kann ich nicht in Worte fassen. Wir leben jeden Tag aufs Neue in dieser kaputten Welt, die voller Hass zu sein scheint. Wir stehen mitten im Kampf gegen die Stürme der Gewalt, Missgunst, Anfechtung und all dem anderen. Und dabei haben wir die stärkste Waffe: LIEBE. Die Liebe ist stärker und wird es immer sein. Solange wir Liebe in uns tragen, wir es in und um uns niemals nur schwarz und weiß geben, denn sie bringt uns die unterschiedlichsten Töne. Und jetzt so kurz vor der 3. Adventwoche sollten wir uns besinnen, auf das was in unserem Leben wirklich zählt. Wir sollten unseren Blick auf die weißen Flecken lenken und das Schwarz kleiner werden lassen.

Ich wünsche dir einen gesegneten 3. Advent!

Bild  —  Veröffentlicht: 14. Dezember 2018 in Alltägliches und so :)
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Ich fühle mich als kleines Licht in diesem riesigen Universum. Ein ganz kleines Licht auf dieser Welt. Und als eben wieder so etwas wie panikähnliche Gedankenwellen in meinem Kopf ineinander fielen und an meiner Gehirnwand brachen… war DER Moment da. Ein Moment, der mich an früher erinnert hat und mir die Sehnsucht nach Oma Marthas Pfannkuchen in den Körper pflanzte. Wenn es die früher gab, war die Welt in Ordnung. Die Pfannkuchen versprachen an den Tagen wo es mir nicht so gut ging, dass alles wieder gut würde. Genau dieses Gefühl wollte ich. Rezept: da… alles vorhanden, außer Mehl.

Also, ich los in den nächsten Supermarkt, verbunden mit einem Spaziergang, den ich ja eh grade brauche. Ich stehe vor dem Fach mit dem Weizenmehl und??? Leer! Wie kann es sein, dass das fu… Mehl leer ist? Mehl!!! Es kam einer Desillusionierung gleich. Von jetzt auf gleich fiel der Vorhang.

Es wird nichts mehr gut! Und das schon seit Jahren, Jahrzehnten nicht mehr. Wir richten die Welt zugrunde und haben doch nur unsere eigene Generation vor Augen… nach uns die Sintflut. Nur, dass sie schon vor uns war und wir es eigentlich besser machen sollten. Aber wir können nicht. Und wieso? Weil wir nur Menschen sind. Menschen machen Fehler und sind nicht perfekt. Demnach können wir auch kein perfektes Leben auf einer perfekten Erde führen. Viele von uns versuchen es… schaufeln immer mehr Geld an wie Dagobert Duck… aber perfekt ist deren Leben auch nicht. Und andere? Sie leben ein ziemlich kaputtes Leben in einer ziemlich kaputten Welt.

Wenn dieses doofe nicht vorhandene Mehl mich darauf hinweisen kann, wie kaputt doch alles ist, worauf hat dann die Verkäuferin mit den Worten „das Mehl ist morgen Nachmittag bei der Lieferung dabei“ bei hingewiesen?

Es gibt einen nächsten Tag. Es gibt eine Hoffnung, die uns bringen wird, was wir brauchen. Eines Tages wird Jesus wieder kommen, in unsere kaputte Welt und in unsere dreckigsten Flecke unseres Daseins und wird uns reinigen. Er wird das neue Reich aufbauen und wir dürfen es bewohnen, so wie Gott es sich von Beginn an vorgestellt hat.

Ein Teil meiner Gedanken ist aus der Predigt von unserem Pastor M. Bendorf heraus weiter gedacht oder umgeändert worden. Predigten, die doch so einen alltäglichen Bezug haben, dass jeder etwas mit seinen Worten anfangen kann.

Heute war nicht mein bester Tag. Und ich mag auf dieser Erde nur ein ganz kleines Licht sein. ABER: ich werde leuchten und zusammen mit anderen kleinen Lichtern ein größeres Licht ergeben. Und morgen gibt es dann Pfannkuchen und vielleicht wird dann schon mal etwas wieder besser.

Bild  —  Veröffentlicht: 5. November 2018 in Alltägliches und so :)
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Was macht mich aus? Was sehen Menschen, die mich nicht kennen? Grüne Augen… aber ist meine Augenfarbe grün? Bin ich kategorisierbar? Schubladierbar in die Schublade der Grünäugigen? Nein. Meine Augenfarbe wechselt und es hat noch keiner herausgefunden, aus welchem Grund. Sie sehen eine kräftige Figur und oft genug spüre ich musternde Blicke auf mir. Dass ich über 20 Jahre regelmäßig Sport mache, können sie nicht erkennen. In welcher Schublade lande ich jetzt? Ich will es gar nicht wissen.

Aber was macht mich aus? Was macht dich aus? Worüber definierst du dich? Oder wirst du eher von anderen definiert?

Wer darf mir Wert geben? Wer darf mir wert absprechen? Es sind Fragen, die in den letzten Tagen immer wieder in meinem Kopf spuken. Immer wieder gebe ich Menschen die Macht, mich in Schubladen stecken zu können – ohne, dass ich mich wehre. Ich gebe Ihnen die Macht, über mich zu urteilen. Doch steht ihnen die Macht zu?

Heute beim Sonnenaufgang habe ich für mich eine Antwort gefunden und auch, wenn es mir gesundheitlich noch nicht viel besser geht, so geht es meinem Innersten doch definitiv besser.

Der Einzige, der über mich urteilen darf (und es bei meinem Tod auch wird) ist mein himmlischer Vater. Und ich möchte keinen Wert auf irgendwelche Schubladen engstirniger Menschen legen. Ich bin mehr, als so eine einzige Schublade beinhalten könnte (und das tatsächlich zweideutig betrachtet 😂). Wie auch immer du es siehst, ich wünsche dir, dass du einen guten Umgang findest. Du bist mehr Wert, als dir ein Mensch zusprechen oder abzusprechen versucht.

Bild  —  Veröffentlicht: 31. Oktober 2018 in Alltägliches und so :)
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Es gibt Zeiten, da schäme ich mich, Deutsche zu sein. Nicht, weil die AfD propagiert, Deutschland muss wieder deutsch werden. Nein, es ist absolut peinlich und niederschmetternd, was unser „Sozialstaat“ verbockt. Wir zählen zu den reichsten Ländern der Welt… nur sehe ich in unseren sozialen Bereichen davon absolut nichts.

In den Pflegeheimen herrscht Ausnahmezustand und es ist absolut nicht nachvollziehbar, wie die Menschen, die nach dem Krieg hier alles wieder mit aufgebaut haben, so schrecklich behandelt werden. Und das alles, weil der super Sozialstaat die Hände in den Hosentaschen lässt und sich lieber um Dieselskandal und andere wirtschaftlichen Dinge kümmert. Wieso gibt es so wenig Pfleger??? Weil ihre Arbeit nicht ausreichend honoriert wird und wer möchte schon für die Verantwortung, pflegerischen Tätigkeiten und die Begleitung Sterbender mit solch einem aktuellen Lohn abgespeist werden? Unsere Politiker sollten von ihren Sesseln runter und diese Arbeit nur mal einen Tag machen… vielleicht sparen sie dann an ihrem eigenen Gehalt…

In den Kindergärten müssen die Erzieher und Leiter darum kämpfen (über Monate) neue Spiele genehmigt zu bekommen, weil die alten Spiele nach 10 Jahren einfach nicht mehr spielbar sind. Täglich sind sie mit den unterschiedlichen Viren und Bakterien konfrontiert und Kinder achten noch nicht so auf Hygiene wie wir Erwachsenen es unter Umständen tun. Sie haben zwischen 15-30 Kinder in einer Gruppe… welche Eltern jammern bei einem Kind schon? Erzieher haben einen Multijob und sind teilweise unterbesetzt. Unterbesetzt, da die Kinder eben krank zur KiTa gebracht werden und die Erzieher auch nur ein Immunsystem haben, wo sie eigentlich 2-3 bräuchten.

Und jetzt tolerieren die Medien, Politiker und Erziehungsstellen einen Film, der propagiert, Kindern gegenüber hart zu sein, den eigenen Willen durchsetzen und damit den Willen des Kindes brechen. WAS IST LOS MIT EUCH???

Ich stehe hinter dem Modell von Thomas Gordon „Familienkonferenz“ und hinter der niederlagenlosen Konfliktlösung. Ebenso gefällt mir Jesper Juul „Dein kompetentes Kind“. Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung! Kinder haben ein Recht darauf, sich selbst kennenzulernen. Und bei sogenannten „Problemkindern“ sind es doch auch oft die Eltern, die die Probleme heraufbeschworen haben. Und ja, es gibt auch andere Kinder, aber denen muss man auch anders begegnen.

Mich macht es traurig, wütend und es frustriert mich, wenn ich solche Kino-Clips sehe, wenn ich mit Freunden spreche, die in der Pflege arbeiten, oder wenn ich selbst an meinem freien Wochenende den Viren aus der KiTa erliege.

Aber ich kenne es eben anders! Ich habe in einem Haus gearbeitet, mit 7 traumatisierten Kindern, die teilweise das schlimmste erlebt haben, was man sich nur vorstellen kann. Auffällige Kinder… und sie werden so geliebt, wie sie sind. Ihre Fähigkeiten werden wertgeschätzt und an den anderen Dingen, die sie noch lernen sollten, wird mit Geduld gearbeitet. Streit ist in solch einer Gruppe vorprogrammiert und Übergriffigkeiten eigentlich auch, oder? Nein. Ich habe erlebt, wie Kinder sich streiten und es nur den kurzen Input von mir brauchte „mir ist es wichtig, dass ein Streit ruhig besprochen wird“ und sie setzten sich hin und klärten es. Übung braucht es dafür definitiv, aber das Ergebnis ist wunderbar.

Ich wünsche mir so sehr, dass unser Deutschland wieder zu einem Land wird, wo die sozialen Werte hochgehalten werden. Ich wünsche mir, dass Wirtschaft und Soziales gleichberechtigt behandelt werden. Ich wünsche mir, dass unsere Politiker aufstehen und handeln – denn immerhin werden sie auch irgendwann Hilfe einer Pflegefachkraft benötigen!

Bild  —  Veröffentlicht: 20. Oktober 2018 in Alltägliches und so :)
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Ich lebe in stetiger Anfechtung und genieße doch die Freiheit, die mir mein Glaube bringt.

Wer kennt sie nicht? Die Sätze, die im Kopf spuken und einen nicht in Ruhe lassen…

– du schaffst es doch eh nicht, wieso fängst du eigentlich damit an?

– du bist es nicht wert, dass die anderen sich mit dir beschäftigen

-sieh dich doch nur mal an, wie du schon wieder aussiehst…

Sätze, die mich kontinuierlich fertig machen wollen. Sie wollen mich klein halten und mich selbst an mir zweifeln lassen. Und es ist erschreckend, wie oft sie es auch schaffen.

Erschreckend, denn es sind keine Sätze von Gott! Gott guckt mich mit seiner ganzen Liebe an. Er würde nicht mal auf den Gedanken kommen. Seine Liebe ist die größte, die es gibt. Und sie gilt mir und besonders dir.

Ich durfte in meinem Leben immer wieder Durststrecken erleben. Wege, die mich nur weiter in den Gedankenkreisel geschoben haben, türmten sich vor mir auf. Wege mit steilen Felskanten und kaum Sicherungsmöglichkeiten. Immer wieder kam der Gedanke „lass doch einfach los, dann ist es rum“…

Ganz ehrlich? Aufgeben war NIE eine Option für mich! Ich habe vieles erlebt, doch ich vertraue darauf, dass am Ende meines Lebens, die schönen Momente überwiegen. Der Teufel versucht es mit allen Mitteln. Er greift mich persönlich an, greift die Menschen an, die mir am Herzen liegen und er kann so richtig schön manipulieren… wenn wir ihn lassen!

Ich war letzte Woche auf Chortour in Bayern. Meine Stimme war noch nicht wieder voll da und es kamen Gedanken wie „wäre ich doch Zuhause geblieben, die anderen haben ohne mich bestimmt eine bessere Zeit“… doch ich wurde eines besseren belehrt. Es fällt auf, wenn ich bei einer Probe nicht dabei bin. Es fällt auf, wenn ich ein Konzert nicht mitsingen kann. Und das erschreckende, wo ich noch an mir arbeiten muss: es zeigt, dass ich irgendwie auffalle. Das will ich aber doch gar nicht…

Oft habe ich mich wie diese Grille gefühlt, die in die Tiefe guckt. Und mir ist etwas bewusst geworden: Gott möchte unseren Fokus nicht auf die Tiefen legen. Wir sollen die Höhen wahrnehmen und wenn es nur 5cm Höhenunterschied ist… es ist einer!

Ich hatte die Ehre eine Andacht zu halten und beim Konzert Zeugnis zu geben. Die Tiefe drohte mich zu verschlingen, doch mein Fokus lag auf Jesus. Und es hat unglaublich viel Freude gemacht, über Jesus und sein Wirken in meinem Leben zu sprechen. Ich sah nicht mehr den Anfechtungshaufen, sondern die Freiheit, die Gott mir täglich neu schenken will. Ich muss sie nur annehmen.

Legen wir den Fokus auf die Kleinigkeiten in unserem Leben und sind dankbar dafür, so werden die Anfechtungen nicht weniger, aber wir immer stärker, denn wir lernen immer mehr auf die Freiheit unseres Glaubens zu achten. Und doch sollte uns die Freiheit im Glauben nicht übermütig werden lassen, sondern besonnen und ruhig.

Ich wünsche Dir unglaublich viel Freiheit und Leichtigkeit, auch mit den Niedrigkeiten in deinem Leben leben zu können. Ich wünsche dir, dass du in Zeiten der Anfechtung nicht vergisst, dass Gott Gedanken der Liebe hat, nicht die der Selbstzweifel.

Bild  —  Veröffentlicht: 9. Oktober 2018 in Meine Erlebnisse
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Grau und kalt war mein heutiger Tag.
Es gab kein Licht, dass das Dunkle durchbricht.
Oh Gott, weißt du, dass ich nicht mehr mag?

Ich mag die Kämpfe nicht mehr kämpfen.
Ich mag nicht mehr zittern, weinen, schreien.
Kannst du durch meine Dunkelheit glänzen?
Lass deine Liebe und Kraft im Innern gedeihen!

Führe mich hinaus aus dem dunklen Loch, das sich grade mein Inneres nennt.
Ich weiß, oh Herr, du kannst es doch,
DU bist der, der die innersten Winkel kennt.

Leite meine Gedanken und Gefühle zu dir hin.
Lass mich erkennen, wie großartig du bist.
Du gibst meinem Leben den richtigen Sinn,
auch wenn der Sinn für mich noch nicht greifbar ist.

Danke mein Vater, denn du hältst mich in den dunklen Stunden.
Du trägst mich durch meine Traurigkeit hindurch.
Und dreht mein Kopf wieder seine negativen Runden,
So machst du diesen Sturm mit deiner Gnade ruhig.

Bild  —  Veröffentlicht: 1. August 2018 in Meine Texte
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In die Stürme meines Lebens spricht Gott: „Ich bin da!“

In die Wirrungen der Politik und Zeitgeschichte spricht Gott: „Ich bin da!“

In die Katastrophen und Unglücke spricht Gott: „Ich bin da!“

In die Möglichkeiten unserer Zukunft spricht Gott: „Ich bin da!“

Die Frage ist nur: Wo sind wir? Wo sind unsere Ohren? Wem vertrauen wir? Und wem glauben wir?

So viele Wege… und doch kann es letzten Endes für mich nur einen geben… und der ist über 2000 Jahre alt. Er hat Bestand, in einer Welt, die immer schnelllebiger wird. ER ist der Weg, die Wahrheit und das Leben und niemand wird zum himmlischen Vater kommen, ohne am Kreuz vorbeizukommen.

Egal, in welcher Situation du dich grade befindest: „Gott ist da! Du bist nicht alleine! Gott liebt dich, so wie du bist!“

Bild  —  Veröffentlicht: 17. Juli 2018 in Meine Texte
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In unserer heutigen Gesellschaft geht es so gut wie kaum noch ums Vertrauen. Vielmehr geht es um Kontrolle und Wissen. In den letzten Monaten müsste ich sehr hart lernen, dass einem die Kontrolle sehr leicht genommen werden kann. Und im Grunde habe ich ebenfalls gelernt, dass es Situationen gibt, wo Profis auch nicht weiter wissen. Es ist ziemlich hart, wenn ich daran denke, dass alles, was ich mir aufgebaut habe, einfach so zusammenstürzen konnte. Ich bin Christ, das heißt, dass ich mir auch der Mächte bewusst bin, die wir eben nicht sehen können. Ich weiß, dass Jesus für mich gestorben ist, damit ich zum himmlischen Vater kommen kann. Und jetzt kommt ein großes ABER:

Ich brauchte Kontrolle. Ich habe meine Emotionen kontrolliert. Ich habe kontrolliert, was ich an mich dran lasse und was ich hinter Mauern verschlossen habe… und ich habe mich selbst nicht mehr getraut kreativ zu sein, weil genau dann die Mauern bröckelten. Ich habe mich versteckt, damit eben meine Kontrolle nicht flöten geht. Aber damit habe ich auch (unbewusst) den Weg, den Gott für mich geplant hat, verlassen.

Es kam immer etwas oben drauf… und meine Seele kam nicht zum Atmen. Ich habe Freunde verloren und der Verlust sitzt unglaublich tief. Die Trauer um meine Großeltern habe ich ebenso von mir geschoben, da das Leben ja weitergehen muss… ich habe Masken entwickelt und diese haben sich über die Jahre wie eine zweite Haut angefühlt… bis Kalle wegrannte!

Ich höre seit dem von Freunden: Vertraue Gott. Er ist bei Kalle. Und ich dachte mir immer wieder… jaaa das ist so ne Sache mit dem Vertrauen. Aber eigentlich war es eher eine Sache davon, die Kontrolle endlich gehen zu lassen.

Ich bin gestern spazieren gegangen und es war einfach unglaublich heilsam. Es fing an zu stürmen und ich bekam innerlich Panik weil ich nicht sicher war, ob ich weitergehen sollte oder nicht. Ich habe eine Stimme gehört, die meinte „Vertraue“… und das habe ich getan. Es war total verrückt, denn es hat um mich herum geschüttet wie aus Eimern. Ich bin aber kaum nass geworden. Die Bäume waren in meiner Nähe still und weiter weg tobten sie im Sturm. Ich hatte bis gestern das Gefühl, dass Jesus weit weg ist und mich nicht hört… seit gestern weiß ich, dass ich da falsch lag und dass Jesus in jedem Sturm meines Lebens bei mir ist. Dieses ganze Denken darum, dass ich nichts wert bin, dass ich nichts gut kann und dass die anderen nur aus Mitleid mit mir befreundet sind stimmt nicht und wird mir vom Teufel eingeredet. Er ist es, der Angst davor hat, dass ich mein Potential entdecke und für Gott einsetze.

Und so ist das in deinem Leben auch. Alles was dich klein macht, hindert dich daran, dein Potential zu entfalten. Gott möchte uns in dieser Welt einsetzen, um sie ein bisschen liebevoller zu machen und zu zeigen, dass er auch heute noch Großes bewirken kann.

Ich weiß, dass die Zeit der Anfechtung nicht vorbei ist… aber ich vertraue darauf, dass Jesus an meiner Seite ist und mit mir geht. Habe den Mut und vertraue!

Bild  —  Veröffentlicht: 22. Juni 2018 in Alltägliches und so :)
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Es gibt viele Menschen, die mir am Herzen liegen. Viele, die mich geprägt haben und davon leider inzwischen auch welche, die nicht mehr leben. Wir sind schon komische Geschöpfe… und dennoch haben wir alle eins gleich: wir sind Gottes Geschöpfe! Seine Schöpfung und er will mit jedem einzelnen Geschichte schreiben.

In den letzten Tagen (seit Sonntag) ist hier in Braunschweig wieder das Festival der Hoffnung. Gleich hinter der VW-Halle. Ich habe die Ehre, mit wundervollen Menschen zusammen diesen Platz zum Leben erwachen zu lassen. Und es gibt wahrlich genügend Momente, in denen ich mich klein, dumm und unfähig fühle. Es gibt Momente, in denen ich denke, dass ich nichts wert bin, andere alles eh viel besser können und ich am liebsten nach Hause fahren möchte. Ja, in solchen Momenten würde ich am Liebsten meine Tür hinter mir schließen und nicht mehr öffnen.

Und da alles im Leben ein ABER hat, kommt nun auch meins…

Diese Momente kommen nicht von meinem Schöpfer. Diese Gefühle sind nicht die, die ich fühlen sollte. Mein Gott und Schöpfer hat all seine Liebe in mich gepackt und gesagt, dass ich für ihn so wertvoll bin, dass er seinen Sohn für mich geopfert hat. Und er hat dies auch für dich getan. Für jeden Einzelnen ging Jesus ans Kreuz, damit wir alle von der Liebe seines Vaters erfüllt werden.

Und noch ein Aber gibt es: Die Momente, in denen ich ein gutes Gespräch habe, anderen etwas Gutes tun kann, der Musik und der Lichtstimmung folgen kann und mich fallen lassen kann… all das wiegt die anderen Momente auf.

Ich sage nicht, dass es einfach ist, es ist ein schwerer Kampf, der da ausgetragen wird um unsere Seelen. Ich weiß aber, dass Jesus mit mir kämpft und wenn mir die Kraft ausgeht auch für mich kämpft. Und er kämpft um jedes einzelne Leben! Deins, meins und das der anderen.

Ich wünsche dir eine gesegnete Restwoche und vielleicht trifft man sich ja auf dem Festival, ich würde mich freuen.

Bild  —  Veröffentlicht: 7. Juni 2018 in Alltägliches und so :)
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