Schlaflos. Ich bin den Schlaf los, den ich eigentlich dringend bräuchte. Die Gedanken machen was sie wollen… kreuz und quer schlagen sie Purzelbäume hin und her. Ich mag gar nicht ans Träumen denken. Zu viele „wenn’s“ und „aber“… und „hätte ich nicht“…

Ich versuche, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Versuche bei Aufmunterung mitzumachen und zu lachen. Ich versuche die Starke zu sein… dabei fühle ich mich alles andere als das. Und den größten Kampf muss ich nicht gegen das Wetter, blöde Kommentare oder Überbemutterung kämpfen… der größte Kampf ist gegen mich selbst… oder mit mir selbst…

Gegen die Gedanken, die mir einreden, ich muss noch mehr machen. Ich kämpfe gegen die Gedanken, dass ich etwas falsch mache oder machen könnte. Ich kämpfe gegen mich, den anderen zu sagen, sie sollen mich in Ruhe lassen… und mich einzuigeln.

Ich bin nur langsam das kämpfen leid und unglaublich müde.

Futterstellen, die von anderen genutzt werden, die Kalle nicht anrührt… Km weites Laufen für Spuren zu mir nach Hause, den Sichtungen hinterher – oder auch nicht…

Ich liebe meinen verrückten und unglaublich schlauen Kalle sehr! Es gibt auf der Erde nichts mehr, was ich jetzt lieber im Arm halten würde. Mit ihm könnte ich sofort einschlafen… so bin ich schlaflos…

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Bild  —  Veröffentlicht: 3. Januar 2018 in Alltägliches und so :)
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Ich stelle mir immer wieder die Frage, warum wir Kalle nicht finden. Futterstellen, Heimwärtsschleppe, PET-Trailer… Begriffe, über die ich mir vorher nie Gedanken gemacht habe und nun Bücher füllen könnte. Ich habe das Gefühl, er ist zum Greifen nahe und zeitgleich so weit entfernt. Ich lerne meine eigenen Schwächen kennen, habe Grenzen überschritten und bei alledem noch unendlich viele Kilometer gerissen. Alles mit dem bisherigen Erfolg, dass wir im Dunklen tappen. Hoffnung nicht aufgeben… das ist klar! Bei Nachrichten wie die vom Tierschutz gestern bekommt der Satz „man darf die Hoffnung nicht aufgeben“ eine ganz neue Bedeutung. Ich hoffe darauf, dass Kalle mein Weihnachtswunder ist. Mehr brauche ich nicht… keine teuren Geschenke, kein HappyClappy… nein! Ich möchte einfach nur meinen Hund in die Arme nehmen und für eine längere Zeit nicht mehr loslassen.

Ich bin Kalle aber so auch schon dankbar. Ich verliere Kilos und lerne wunderbare Menschen kennen. Ich nehme auch wahr, wem ich und Kalle nicht egal sind.

Meine Psyche spielt ein ewiges Auf- und Abspiel mit mir als Pingpongball…

Es gibt tolle Menschen um mich herum… aber es gibt ein Tier, das absolute Entschlossenheit ausstrahlt. Entschlossen, Kalle zu finden. Ich spreche von Laika, Kalles bester Freundin. Sie trauert und vermisst den Kleinen ziemlich…

Ich bin mir sicher: Ich darf dieses Jahr ein weihnachtswunder erleben. Auch, wenn ich nicht zu meiner Familie fahren werde. Mein persönliches Weihnachtswunder hat sich vor mehr als 2000 Jahren in der Geburt von Jesus erfüllt und nun darf es sich auf anderer Art und Weise erfüllen.

Bild  —  Veröffentlicht: 18. Dezember 2017 in Meine Erlebnisse
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Wenn es eine Sache gibt, die ich in dieser Zeit lerne, ist es, die Hoffnung nicht aufzugeben! Die Hoffnung darauf, dass mein Kalle wieder bei mir Zuhause ist. Die Hoffnung, dass er sich draußen bei dem Wetter zu helfen weiß. Und vor allem darf ich die Hoffnung nicht aufgeben, dass ich ihn finden werde. Ich liebe diesen kleinen Rumänen sehr, sehr dolle.

Eigentlich ist die Vorweihnachtszeit eine besinnliche Zeit. Man soll zur Ruhe kommen und sich an die Zeit damals denken… zumindest ist es bei uns Christen eigentlich so… es ist eine Wartezeit, die voller Hoffnung steckt. Und ich muss nun auf sehr harten Weg lernen, was es bedeutet an die Grenzen der Hoffnung zu geraten und diese dadurch auszubauen. Ich weiß, dass Gott auf meinen kleinen Schatz aufpasst. Und ich hoffe darauf, dass Kalle wieder zu mir findet.

Die Hoffnung wird neben Glauben und Lieben genannt… und daran klammere ich mich fest.

Es schwankt minütlich, ob ich über einen Witz lachen kann oder anfange zu weinen. Stark sein… soooo schwer. Doch die Hoffnung gebe ich nicht auf. Die Hoffnung ist mein Trost und gibt mir die Kraft, in den passenden Momenten stark zu sein und an den anderen Punkten zu meiner Schwäche zu stehen…

Es gibt nichts neues aber das sind nicht nur schlechte Nachrichten… ich habe keinen Anruf erhalten, dass er irgendwo einen Unfall hatte. Ich wurde nicht darüber informiert, dass er Wild gerissen hat. Kalle kann zwar überall sein… aber er ist es und den größten Ort, an dem er sich befindet ist mein Herz.

Bild  —  Veröffentlicht: 10. Dezember 2017 in Meine Erlebnisse
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Kalle ist am 01.12.17 meiner Kollegin entlaufen. Ich habe gearbeitet, es war wie immer und Kalle war mit ihr bei den Pferden. Er hat gespielt, dabei ist er um einen Stuhl rum und der Stuhl ist auf ihn gekippt. Sie konnte ihn in seiner Panik nicht mehr halten. Er rannte erst zu mir nach Hause, aber da war ich ja nicht und er ist wohl auch nicht bis zur Haustür wegen den Bauarbeitern… nun irrt er seit 15.30 Uhr in Braunschweig herum… folgende Plätze waren Orte von Sichtungen: Amalienplatz, Cellerstr (mehrfach unterschiedliche Zeiten) Lidl und Ringgleis dort, jmd. hat ihn um 15.30 Uhr an der Hamburger Straße gesehen auf Höhe der Autobahnabfahrt, an der Oker auf der Wiese zw Celler und Hamburger Straße am spielen, Richtung Ölpersee.

Wir waren bis 2 Uhr unterwegs, zu Fuß, mit dem Auto und dem Rad und haben kaum eine Spur von ihm selbst wahrnehmen können. Er hat seine schwarze Leine evtl noch… es kann auch sein, dass er sie inzwischen durchgebissen hat (das kann er gut, wenn er sich unwohl fühlt).

Bei Facebook findet ihr eine Suchmeldung bei Braunschweiger Zeitung… teilt sie wenn ihr wollt. Aufpassen, solltet ihr ihn sehen, Tasso, Tierschutz oder Polizei verständigen… die wissen Bescheid. Nicht rufen, das könnte erneut Panik auslösen. 😣😢

Ich will ihn einfach so schnell wie möglich zurück! 😰😢😭😭😭😭

Bild  —  Veröffentlicht: 2. Dezember 2017 in Meine Erlebnisse
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Oh ja… an den Herbst und die Herausforderungen, die er so mit sich bringt, wenn man einen Hund hat, habe ich nicht mehr gedacht. Ich meine, selbst wenn, hätte ich Kalle bekommen… aber es ist sehr spannend. Nasses Wetter, dreckige Wege und damit dreckige Pfoten. Fellwechsel lässt ebenfalls grüßen und die Kombination aus Matsch und längerem Fell ist auch nicht so super… und dann die Suche vom Bild… die Details erspare ich dir.

Aber es geht nichts über einen Hund, der tobt und den Matsch genießt. Wenn ich in Kalles Augen gucke, nachdem er getobt hat und keine Pfütze ausgelassen hat, dann ist die Anstrengung hinterher beim Saubermachen ein Klacks und schon vergessen…

Bild  —  Veröffentlicht: 5. November 2017 in Meine Erlebnisse
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Nachdem Kalle und ich für eine Woche ins Haus gezogen sind, wo ich arbeite, und wir dann noch für eine Woche nach Hessen gefahren sind, sind wir endlich wieder Zuhause. Es war wunderschön unterwegs zu sein und zwei Kids dabei zuhaben, aber die Ruhe in den eigenen vier Wänden ist unschlagbar. Wenn wir denn mal Ruhe haben. Gestern wurde nämlich wieder gebohrt und geschraubt und an drei Orten gleichzeitig. Kalle und ich sind deswegen (trotz meiner Erkältung oder was das auch ist) an den Tankumsee gefahren. Leider ist dort Leinenzwang und an viele Plätze darf man mit Hund gar nicht hin. Ich finde es unmöglich, dass alle Hunde(-Besitzer) bestraft werden… nur weil andere sich daneben benehmen. Es ist schade, dass man dann ein generelles Verbot aussprechen muss.

Habe ich dir schon erzählt, dass ich Kalle für meine Wohnung einen kleinen Teppich gekauft habe? Der ist sehr flauschig und Kalle schläft da teilweise auch drauf. Ich finde es richtig Süß und er genießt es scheinbar.

Ich wünsche dir einen schönen Tag

Bild  —  Veröffentlicht: 17. Oktober 2017 in Alltägliches und so :)
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Nachdem wir für diese Woche ins Haus Regenbogen gezogen sind, ist Kalle unglaublich gewachsen… innerlich. Er sieht dies nun auch als Zuhause an und verteidigt es, hat einen Blick auf die Kids und genießt die Ruhepausen, die sie ihm lassen.

Ich bin etwas angeschlagen und bin froh, dass die Kids tagsüber Ferienbetreuung haben.

Aktuell packen wir und freuen uns, wenn es wieder heißt: Hessen wir kommen 😊

Bild  —  Veröffentlicht: 4. Oktober 2017 in Alltägliches und so :)
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Heute Abend habe ich einen sehr emotionalen Abend. Ich bin im Haus (Arbeit) und meine Kids schlafen. Ich gucke TV… eigentlich nur Stuss und dennoch heule ich auf einmal. Da wurden eben Enkelkinder interviewt und Großeltern… es wird seltener, dass mir meine Großeltern fehlen, aber wenn der Verlust mir bewusst wird, überrollt es mich noch genauso intensiv wie am Anfang.

Ich kann nicht mal eben meine Oma anrufen und ihre Stimme hören. Die Zeiten, in denen ich mit meinem Opa in den Wald gegangen bin sind längst vorbei. Der Verlust von Geschichte, Gesprächspartnern, Tröster, Puffer zwischen mir und meinen Eltern, den Weltbesten Köchinnen und der Weltbesten Spielpartner ist manchmal schwer ertragbar. Meine Eltern sind kein Ersatz für sie.

Das was es umso schwerer macht: die Menschen, die meine Großeltern kennen/kannten, werden nicht jünger und irgendwann werde ich mit meinen Schwestern die einzigen sein. Es gibt keine Videos oder Sprachnachrichten von Ihnen. Da ist unsere heutige Technik wesentlich weiter und unsere Nachwelt hat mehr digitale Erinnerungsmöglichkeiten, als wir es hatten.

Sie fehlen mir und ich vermisse es, meine Oma zu umarmen. Ich habe unser gemeinsames Schlaf-geh-Ritual auf die Kinder übertragen, die viel Freude daran haben. So leben sie in solchen Erinnerungen weiter.

Bild  —  Veröffentlicht: 16. September 2017 in Alltägliches und so :)
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Kalle, ein Hund und doch so viel mehr für mich. Drei Monate ist er inzwischen bei mir. Wir haben schon viel zusammen erlebt. Nächtliche Nähaktion meiner Couch inbegriffen. Drei Monate in denen er vom schüchternen und zurückhaltenden Kerl zu einem neugierigen und freudigen Typ gewachsen ist. Er sucht meine Nähe, will kuscheln und kurz drauf wieder spielen. Er holt jetzt seine Welpenzeit nach. Ich bin unglaublich glücklich über meinen Seelenhund.

Er ist einfach ein Traumhund… mit persönlichen Macken, die ich liebe. Zwei sieht man im Film: Er liebt Stöcke sehr und Wasser, nur dass er nicht schwimmen will. Und Stöcke sind seine große Leidenschaft… dafür riskiert man auch mal einen Salto während man neben meinem Fahrrad nebenher rennt. Also er hat versucht, im Sprint einen Stock aufzuheben, dass das schief ging war doch irgendwie klar. Danach saß er erst mal im Gras und guckte mich treudoof an.

Kalle ist ein Allrounder… er liebt Autofahren, Busfahren und Zugfahren (wobei ich letzteres hasse), er liebt Spaziergänge, Joggen und Radfahren, er liebt es, wenn wir in der Stadt oder im Feld unterwegs sind… aber ich glaube, dass er am meisten die Zeit liebt, wenn Laika bei ihm ist. Seine Hundefreundin. Kalle kommt mit allen Hunden klar, aber Laika liebt er.

Er wird mutiger und freut sich inzwischen auch über Freunde von mir, die er wiedererkennt.

Bild  —  Veröffentlicht: 11. September 2017 in Alltägliches und so :)
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Kennst du diese Tage, wo du am Liebsten im Bett bleiben würdest und den ganzen Tag deine Lieblingsserie gucken willst? Ich habe grade solch einen Tag. Natürlich kann ich nicht einfach im Bett liegen bleiben, da ich Kalle habe. Er kann ja schließlich schlecht auf mein Klo gehen. Nein… ich war mit ihm draußen und war beim Mitarbeiter-Tag meiner Gemeinde. Allerdings wurde mir das schnell zu viel und ich bin nach Hause. Ich habe mir Kalle geschnappt und bin mit ihm in die Stadt. Dort konnten wir es trotz vieler Menschen aushalten und den Bands auf den unterschiedlichen Bühnen zuhören. Achso, es ist bei uns grade Magnifest (heißt so, weil es im Magniviertel stattfindet). Sehr müde sind wir dann nach Hause zurück.

Der Grund, warum ich überhaupt länger als nötig aus dem Haus bin? An dem wunderbaren Tag, an dem kein einziger Bauarbeiter hier zu sehen war, meinte mein Nachbar über mir, dass der sch… Lärm unter der Woche ja noch nicht ausreicht.

Ich bin also ziemlich k.o und kann nicht mal in meiner eigenen Wohnung zur Ruhe kommen und neue Kräfte tanken. Das ist der Grund, warum ich mir einen Ford Focus gekauft habe und in zwei Wochen bekomme. Dann kann ich einfach mal weg.

Ebenso muss ich aktuell feststellen, dass wenn man nicht im Hauskreis ist und selbst nicht ganz dabei ist Kontakte zu halten, dass man hinten runter kippt. Ist bei der Größe meiner Gemeinde normal, aber ich frage mich eher, ob das grade noch das ist, was ich möchte. Brauche ich nicht eher eine kleine Gemeinde, wo der Pastor auch beim nächsten Treffen noch meinen Namen kennt und nicht erst blöd nachfragen muss? Anonymität ist da nix für mich…

Bild  —  Veröffentlicht: 9. September 2017 in Meine Erlebnisse
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