…denn ER ist stärker!!!…

Ich habe ENDLICH die Ursache dafür, dass ich ständig Infekte habe!!! Und nein, es war nicht Corona. Mein Bronchialsystem reagiert hochsensibel und schnell reizbar auf Luftveränderungen, Gerüche, Abgase, Pollen… Keine einfache Ursache, aber mit Disziplin und viel Selbstfürsorge kann ich damit gut leben und die Infekte eindämmen. Ich habe nicht nur leichtes Belastungsasthma, sondern richtiges Asthma… kann bei oben genannten Reizen leider auch schon einen Anfall bekommen, wodurch ich mein Notfallspray nun tatsächlich immer dabei haben muss. Morgens und abends ein anderes Spray… soll dabei helfen, Infekte vorzubeugen. Da ich meine Ratten-Mädels habe und sie auch schon einen Reiz setzen, indem sie einfach nur da sind, gibt es noch eine andere Vorsorge-Maßnahme für mich. Ich möchte meine Mädels nicht hergeben… aber ich werde mir auch keine weiteren mehr dazu holen. Damit ich nicht zu vielen Reizen schutzlos gegenüberstehe hat eine ganz liebe Person mir zwei Mundschutzmasken genäht. Diese werde ich nun außen immer tragen, oder mich durch einen Schal schützen. Ich hatte seit Dienstag Zeit, mich an den Gedanken zu gewöhnen… aber es braucht wohl noch ein bisschen… aber grade geht es mir eher um das Bild, denn es ist eine Ansage an Corona:

„Jesus hat den Tod besiegt!“ – setzt für mich gleich, dass er erst recht über Corona steht und vielleicht bekomme ich es, vielleicht nicht. Vielleicht sterbe ich daran… vielleicht nicht. Gott allein weiß, wann meine Zeit hier auf der Erde ihr Ende hat… aber ich weiß, wo ich nach meinem Tod sein werde und das ist ein Grund zum Feiern. Der Tod ist nicht mein endgültiges Los, denn ich glaube daran, dass Jesus damals für mich und meine Fehler am Kreuz gestorben ist, damit ich eines Tages in die Herrlichkeit Gottes treten kann und ganz nah bei Gott sein kann. Das Bild oben zeigt auf der einen Seite die Bedrohung, der ich und unzählige andere ausgesetzt sind. Corona… als Schutz davor dient die Maske. Aber an der Stelle von Corona können andere Menschen anderes einsetzen. Krieg, Hass, Mobbing… alles lebensbedrohliche Situationen. Durch das Symbol des Totenkopfes, der durch das Kreuz gespalten wird, drückt mein Pullover eine Message aus, die viel größer und weitreichender ist. Denn: Das Kreuz, das für den Tod Jesu verantwortlich ist, ist das einzige wirkliche Zeichen Gottes auf dieser Erde, das beide Seiten zeigt, symbolisiert und zwischen Himmel und Erde eine Verbindung bildet. Und dieses Kreuz spaltet den Tod. Der Totenkopf ist ein Symbol für den Tod… und das Kreuz trotz allem negativen unser Symbol für das Leben. Ein Leben mit Jesus.

Wir dürfen Angst haben, manchmal ist sie sogar sinnvoll… aber wie sagte Corrie ten Boom einst? „Mut ist Angst, die gebetet hat!“, ein Zitat, das mich geprägt hat. Ich kann mich dazu entscheiden, mein Leben in Angst und Sorgen zu verbringen… oder ich kann beten, meine Ängste und Sorgen zu Jesus bringen und voller Hoffnung und Mut mein Leben angehen. Es ist meine Entscheidung, die kann mir keiner abnehmen – und das jeden Tag aufs Neue. Es gibt auch weiterhin Tage, an denen ich niedergeschlagen bin, weine und emotional im Ungleichgewicht stecke… aber das ist menschlich und ich weiß dennoch, dass auch in meinen tiefsten Tiefen Jesus dabei ist und er noch etwas tiefer ist, damit er mich halten kann. Aus diesem Grund kann mich keine Diagnose, kein Corona oder sonstiges in die Verzweiflung treiben, denn mein Gott ist größer und ich bin nicht alleine. Er stellt mir jeden Tag aufs Neue wunderbare Menschen in mein Leben und trotz aktueller Entfernung fühle ich mich manchen viel mehr verbunden, als es vorher der Fall war.

Ich wünsche Dir, dass du Hoffnung im Herzen hast und dass du an etwas/jemanden glaubst, das/der dir Kraft und Halt gibt. Ich wünsche dir von Herzen den Segen Gottes und seinen Schutz.

Und als Nachtrag habe ich nun noch kurz Werbung für drei Channels/Podcasts, die mir grade aktuell unglaublich gut tun, mich stärken und mir immer wieder auch Mut machen:

Die Musikschule Torsten Drewes hat auf YouTube einen Channel und die Mitarbeiter beginnen grade, Musiktutorials (How to play/sing…) hochzuladen, damit die Schüler und Interessierte Zuhause weiter üben können und die Langeweile bezwingen und dabei was lernen: https://www.youtube.com/results?search_query=Musikschule+torsten+drewes

Meine Gemeinde hat ebenfalls einen YouTube-Channel und lädt aktuell tägliche kurze Inputs hoch, die uns für ein paar Minuten miteinander verbinden und Kraft, Mut und Zeug zum Nachdenken geben: https://www.youtube.com/user/axcelkro

Und der letzte Link bringt dich auf Spotify zu den wunderbaren Spoken Word Künstler Marco Michalzik und zu dem Sänger Jonnes und deren Podcast „Art&Weise“… das hat Suchtpotential, da sie über die Welt, Religion, das Leben als freischaffende Künstler, andere Künstler, Inspiration, etc. quatschen. Hör rein, vielleicht gefällt es dir ja… https://open.spotify.com/show/51Hh3ddmLLJkhaYmB0QfQ5?si=uOrmXBvLTKuz91YU75QcQw

Ich finde mich gut…

Also… ich bin seit 8 Tagen in der Isolation. Allerdings weiß ich nicht, ob Corona oder nicht. Und ehrlich? Inzwischen ist es mir egal. Ich habe sehr schwankende Zeiten. Momente, in denen ich traurig bin, in denen ich nicht weiß, wie lange es dauert, bis ich andere Menschen wieder umarmen kann und es kein Risiko für mich ist. Es sind Momente, in denen ich an die globalen Auswirkungen denke, an die ganzen Todesfälle und an die, die ihren geliebten Menschen hinterher trauern. Es sind die Momente, in denen ich meine eigene Position wahrnehme, ich bin grade alleine in meiner Wohnung. Ich habe einsame Momente… ABER: diese überwiegen nicht.

Ich verstehe Menschen, denen die Isolation schwer fällt. Sie beschäftigen sich in ihrem Alltag mit allem… aber nicht mit sich. Jetzt sind grade sehr viele darauf reduziert, sich mit sich selbst zu beschäftigen… und das ist eine große Herausforderung! Und ehrlich? Ich hatte Panik davor, dauerhaft Zuhause zu bleiben. Mich mit mir auseinandersetzen ist eine große Herausforderung gewesen und ist es in manchen Momenten immer noch. Doch: Ich habe mir eine Chance gegeben. Ich beschäftige mich mit mir selbst und stelle fest:

Eigentlich bin ich ein angenehmer Zeitgenosse! Wäre ich nicht ich, wäre ich wahrscheinlich mit mir befreundet… und ehrlich? Mit meinem inneren „Ich“ bin ich es inzwischen.

Ein anstrengender Weg, aber jetzt wird mir nicht mehr langweilig. Ich kann mich mit mir und meinen Fähigkeiten beschäftigen. Ich finde meine Ansichten ganz in Ordnung und stelle auch fest, dass ich viel mehr kann, als ich mir selbst zugetraut habe. Ich finde mich liebenswert und mein Leben lebenswert. Ich habe keine Angst, denn ich glaube an einen Gott, der den Tod besiegt hat! Und durch meinen Glauben fühle ich mich auch weniger einsam. Natürlich fehlt mir der menschliche, taktile Kontakt zu Menschen… aber ich bin mir Gottes Nähe gewiss. Er ist da und hält mich, kommen dunklere Momente. Und Ja… im Gesamten habe ich durch die Isolation tatsächlich etwas gewonnen, denn:

ICH FINDE MICH GUT

Sei gesegnet, behütet und beschützt von dem, der über allem steht! Ich wünsche dir alles Gute und täglich genügend Dinge, für die du dankbar sein kannst.

Ausnahmezustand…

Rewe Regal…

Corona… ein Wort, das ich schon nicht mehr hören kann. Und kein schöner Anlass für einen Blogbeitrag… Aber: Ich habe Asthma und sehr sensible Bronchien… was das bedeutet muss ich nicht wirklich aussprechen. Ich finde es gut, dass unsere Regierung durch andere Länder wie Italien lernt – die Zahlen sagen aber auch, dass es zu spät ist und wir das Virus einfach nur noch verlangsamen können, aber nicht aufhalten werden. Wir können durch unser umsichtiges Verhalten und dem Einhalten der Regeln vermeiden, dass unsere Ärzte und Pfleger nicht nach dem Triagen-System vorgehen müssen, weil nicht genügend Material vorhanden ist! Denn:

Das Problem ist, dass die meisten ohne Symptome rumlaufen, das Virus aber dennoch übertragen. Und selbst wenn man Symptome entwickelt, so war man vorher 14 Tage schon Überträger… und das ist einfach das fieseste! Ich tippe, die Dunkelziffer ist höher… denn nicht jeder mit Fieber und Husten wird auch automatisch getestet. Ich habe seit Samstag Fieber, Kopfschmerzen und trockenen Husten! Samstag Abend den ärztlichen Bereitschaftsdienst angerufen… „Sie hatten keinen Kontakt zu einer infizierten Person? Dann reicht es vollkommen aus, wenn Sie am Montag zu Ihrem Hausarzt gehen!“

Am Montag beim Hausarzt: „Ja das ist irgendein Virus, aber Sie hatten ja keinen Kontakt…“ Mit einer Krankmeldung, der Aussage ich soll bis Sonntag in meiner Wohnung bleiben und Ibuprofen gegen Fieber und Kopfschmerzen nehmen, bin ich dann wieder nach Hause.

Heute haben wir Mittwoch und ich habe immer noch Fieber (wenn Ibuprofen nicht mehr wirkt) und Husten wird mehr. Ich habe im Gesundheitsamt angerufen und die sagen „Verlassen Sie sich mal auf Ihren Hausarzt!“

Ich weiß auch nicht… aber ehrlich? 14 Ansteckungszeit bis man selbst die ersten Symptome hat… die Personen waren garantiert einkaufen, Bus fahren… da, wo ich sie hätte treffen können. Ich habe abgesehen von einmal Gottesdienst, zweimal einkaufen und einmal Bus und Zug fahren alle sozialen Kontakte (außer meiner Arbeit) gemieden… und auf der Arbeit ist keiner krank. Also bitte: WO habe ich mir „irgendeinen“ Virus eingefangen? Und WER kann ohne Test und Abstrich sicher sein, dass es kein Corona ist? Ich bleibe schon länger Zuhause, habe Freunden abgesagt… um mich – aber auch andere zu schützen. Und ich bekomme Aussagen wie „die ganze Hysterie nervt mich“ mit und denk mir nur… „Wo bitte lebt die Person?“… ja klar, beim hamstern habe ich auch nicht mitgemacht… aber alle Maßnahmen sind zum Wohle für JEDEN und nur weil man nicht zur Risikogruppe gehört kann man so denken? Sry, geht gar nicht!!!

Ich bin positiv eingestellt und weiß, dass es nur irgendein Virus ist… aber dennoch macht man sich so seine Gedanken. Und ich bin nicht dazu geschaffen, in Isolation zu leben… ich glaube das ist keiner. Wenn du also grade auch alleine zuhause hängst, schreib mir, ich antworte… lass uns ein bisschen die Zeit, Gedanken, Emotionen etc teilen…

Zu alten Wegen zurück…

In den letzten fünf Jahren ist unglaublich viel passiert. Unter anderem ist dieser Blog entstanden. Das auch nur, weil ich nach Braunschweig gezogen bin. Vieles hat sich seitdem geändert. Den größten Gewinn allerdings habe ich Anfang Februar 2020 machen können. Du weißt vielleicht noch, dass ich Ende 2017 in ein tiefes, bodenloses Loch gefallen bin. Das lag nicht nur an dem Umstand, dass mein Hund weggelaufen ist, sondern vielmehr, dass die Gefühle und Emotionen uralte Erinnerungen hervorgehoben haben, die ich verdrängt hatte. Erinnerungen, die Flashbacks und den Druck nach Selbstverletzung hervor gerufen haben. Ich konnte nicht mehr arbeiten, was meine Schuldgefühle meinen Chefs und den Kindern gegenüber verstärkte. Und ich begab mich in Therapie. Als ich so war, dass ich wieder an Arbeit denken konnte, war die Kinder-und Jugendhilfe nicht denkbar und so fand ich eine Stelle in einer Kita. Ich vermisste meine alte Stelle und die Kids dort, aber psychisch hatte ich mich selbst grade so im Griff und konnte nicht auch noch die Kinder auffangen. Ich war oft krank, wurde nicht akzeptiert und es gab immer größeren Stress. Ein Jahr, danach suchte ich mir eine andere Stelle. Letzten Herbst bin ich zu einer Zeitarbeitsfirma, die im sozialen Raum arbeitet und Kräfte vermittelt. Zwei Arbeitsunfälle, die mich jeweils für 2 Wochen ausgehebelt haben und eine Bronchitis haben sie veranlasst mir in der Probezeit zu kündigen. Und nun…

… bin ich glücklich. Seit Februar bin ich wieder im Haus Regenbogen, gesund und wirklich richtig glücklich. In den zwei Jahren hat sich vieles verändert – und manches wiederum gar nicht. Es tut gut, zu merken, dass ich dort einfach meinen Platz habe und dass es mehr als nur ein Beruf ist, den ich ausübe. Ich bin mit ganzem Herzen bei mir und bei den Kids. Es ist toll, wieder so im Team aufgenommen zu sein, obwohl es 2017/18 nicht leicht war. Und ich bin happy über den Schritt zurück auf den alten Weg. Ich könnte jetzt sagen, dass ich zwei Jahre über auf dem falschen Weg war, aber das wäre zu einfach gedacht. Ich denke, dass es schon alleine wegen der Psyche und dem Aufarbeiten meiner Vergangenheit wichtig war, etwas anderes zu machen. Ich habe viel über mich gelernt, meine besten Freunde kennengelernt und viele neue Begegnungen kann ich inzwischen als Freunde bezeichnen . Ich komme immer mehr zu mir selbst und lerne immer neue Dinge über mich. Ich war nicht auf dem falschen Weg – ich war auf einem Umweg, der notwendig war, damit ich die falschen Wege von früher aufarbeiten konnte. Und dies habe ich. Die Arbeit gibt mir so viel und ich musste erst bemerken, wieviel das ist und dass dieses Team und diese Arbeit erfüllend sind und ich es nirgends anders finden werde.

Und Ja… über Umwege finden wir immer auf alte Wege zurück. Manche dauern länger, andere kürzer, aber sie formen uns zu den Menschen, die wir sein sollen.

Nebelwelt

Die Online Welt ist eine Nebelwelt. Lachende Gesichter auf den Bildern, obwohl einem doch eher zum heulen zumute ist. Aber das darf man nicht zeigen und schon gar nicht laut aussprechen. Man verzerrt sein Bild, bis es passt… und vernebelt die Realität. Doch wenn ich schon so weit bin, dass ich online nicht mehr authentisch und ehrlich bin, wer bin ich dann? Dann bin ich eine Person, die sich selbst nicht mehr ernst nehmen kann. Dann bin ich eine Person, die sich selbst immer weiter verliert. Ganz ehrlich? Darauf habe ich keine Lust! Ich will nicht wie soooo viele sein, die vorgeben, ein super happy Leben zu führen – damit keiner merkt, wie unglücklich sie eigentlich sind. Ich will zu den Momenten stehen, die mich niederschmettern und ich will die Welt daran teilhaben lassen, weil es eben nicht immer „happyclappy“ ist. Genauso möchte ich meine Glücksmomente teilen – um anderen Mut zu machen…

Das Leben hat so unglaublich viele Seiten und Fassaden, die auch ihre Berechtigung in der Online Welt haben! Sie ist ein Teil meines Ichs – aber das heißt nicht, dass sie ein ganz anderes Ich ist… wenn ich sagen kann, dass sich mein Realitäts-Ich und mein Online-Ich decken und aufeinander passen, dann bin ich authentisch. Dann erst kann ich sagen, dass ich mit mir im Reinen bin und für mich einstehen kann. Ich muss nichts vernebeln und bin einfach ich.

Kleine Herzen – große Wunder

Mal ganz ehrlich? Jedes einzelne Kind ist ein Wunder für sich. Niemand sollte sein Kind mit einem anderen vergleichen. Ich arbeite seit Dezember in der Krippe und bin als Gruppenleitung eingesetzt. Für mich war es gefühlt von 0 auf 100…

Krippenkinder kenne ich nur aus dem privaten Umfeld – nicht im beruflichem Feld – und dann direkt Gruppenleitung… aber naja, es ist wie es ist und ich nutze es zum lernen und wachsen… dachte ich mir.

Dass ich meine Berufung darin finde, mit diesen kleinen Herzen täglich den Alltag zu erleben, für sie zu kämpfen und einzustehen – damit habe ich nicht gerechnet. Jedes Kind ist individuell zu sehen, kann man nicht vergleichen und hat so viel Potential in sich, was freigesetzt werden möchte.

Und Kinder spiegeln unser Verhalten. Auf ihre eigene Art und Weise… aber sie tun es und wir müssen manchmal genau darauf achten, wie wir uns den Kindern gegenüber verhalten. Und wir sollten uns immer wieder reflektieren und Feedback geben lassen – nur so merken wir, wo etwas schief laufen könnte.

Ich bin immer wieder fassungslos und traurig, wenn ich daran denke, dass pädagogisches Personal Kindern schadet, indem es zu feste zupackt, verbal ausfällig wird oder Kinder bloßstellt. Und es ist egal, ob es in Krippe, Kita oder Hort ist. Kinderseelen sind so leicht zerbrechlich und sollten geschützt werden. Es kann nicht sein, dass solche Mitarbeiter immer wieder davon kommen, weil Personalmangel herrscht. Gespräche werden geführt… und man denkt, jetzt hat diese Person es begriffen – und dann fällt sie wieder in die alten Muster zurück.

Wann setzen wir uns für die Kinder ein? Wann ist unser Bogen so überspannt, dass entweder selbst kündigen oder aufstehen und handeln unsere einzigen Wege sind? Wann achten wir darauf, was uns die Kinder spiegeln? Wann handeln wir? Bin ich eine, die die Augen zukneift und sagt: „Was ich nicht sehe, gibt es nicht?“

Wann lernen wir, dass in diesen kleinen Wesen große Wunder stecken und dass diese kleine Herzen geschützt werden müssen? Sie müssen doch noch früh genug Leid, Schmerz und Missgunst erfahren – die Kindheit sollte ihnen genügend Stärke, Widerstandskraft und Mut mit auf den Weg geben, um mit diesen ganzen negativen Dingen umgehen zu können.

Ich habe meine Berufung gefunden, gehe in meiner Arbeit auf und bekomme dies auch gespiegelt – in erster Linie von Kollegen aber auch von Kindern. Und das Bild zeigt eine Höhle, die vier unserer Krippenkinder zum zusammen spielen gebracht hat. Auch wenn mir manches noch schwer fällt, weiß ich, dass ich jeden Tag an meinen Aufgaben wachse und ich unglaublich viel Freude habe, die Kinder strahlen zu sehen.

Kleine Herzen – große Wunder

Neuanfang

Happy new YEAR!!!

Das letzte Jahr hat ein wunderbares Ende gehabt. Das letzte Wochenende war ich in Chemnitz, bei einem sehr guten Freund. Ich habe ihn auf dem Freakstock kennengelernt und wir ticken in vielen gleich, was ich nicht bei vielen Menschen finde. Umso schöner und kostbarer war die Zeit mit ihm. Und am 31.12 hat sich mein bester Freund taufen lassen und ich habe mit ihm, seiner Familie und weiteren Freunden in das neue Jahr hinein gefeiert.

Wenn ich auf das letzte Jahrzehnt zurück blicke, hat es mir nicht nur die 30 geschenkt, sondern sehr viele harte Lektionen, Verluste, Herausforderungen, Tiefpunkte, Verletzungen und Begegnungen mit dem Boden. Allerdings kann ich auch viel positives verbuchen. Ich habe drei Ausbildungen geschafft, bin dreimal umgezogen und habe einen Ort gefunden, der mein „Zuhause“ geworden ist. Ich habe mit Lichttechnik angefangen, durfte auf dem Freakstock Lichttechnik machen, habe wunderbare Menschen kennengelernt, die mein Leben um so vieles bereichern, dass ich es gar nicht alles aufzählen kann. Ich habe einen Ort gefunden, an dem ich sein darf, wie ich bin und ich lerne immer mehr, mich auch selbst so anzunehmen.

Nun startet ein neues Jahr und da wir 2020 haben auch ein neues Jahrzehnt… es ist ein Neuanfang und es startet ohne Kater und mit blauem Himmel und Sonne. Es startet ohne Vorsätze, aber mit Wünschen und Zielen. Es startet mit einem positiven Blick nach vorne und einem dankbaren Herzen, das alle Erfahrungen des letzten Jahrzehnts hütet und mich immer wieder daran erinnert, das Gott überall dabei war. Ich freue mich riesig auf das, was er vorbereitet hat und was ich alles entdecken darf.

Meine Zeit steht in seinen Händen! Ein Satz, der wahrer nicht sein könnte.

Ich wünsche dir ebenfalls einen guten Neuanfang des Jahrzehnts, sei gesegnet, behütet und wisse, das du in den dunkelsten Momenten nicht alleine bist.

Schwesterherzen

Mit meinen zwei Schwestern mache ich einiges mit. Und sie auch mit mir. Dabei wissen beide manchmal nicht, wieviel sie mir überhaupt bedeuten! Ich zeige es auch nicht oft, da die Vergangenheit mir gezeigt hat, dass es meist zu Verletzungen führt, wenn ich zeige, was ich fühle. Und wer wird schon freiwillig gerne verletzt?

Inzwischen ist es anders. Ich übe mich darin, meinen Schwestern die Wertschätzung entgegenzubringen, die sie verdient haben und die sie einfach wert sind.

Mein Schwesterherz schlägt voller stolz und unverfälschter Freude darüber, was beide in den letzten Jahren durchstehen mussten und durchgestanden haben. Also, nicht falsch verstehen! Ich kann nicht nachvollziehen, warum sie das alles durchmachen mussten und müssen und bin darüber alles andere als glücklich. Aber ich bin froh, dass sie alles angegangen sind. Besonders das letzte Jahr hat große Tiefpunkte gehabt, aus dem wir alle uns auf unsere eigene Art und Weise heraus gekämpft haben.

Jetzt in der Vorweihnachtszeit wird mir erst so richtig bewusst, dass von uns keiner seine Hoffnung aufgegeben hat und vor allem die beiden zu sehr starken Menschen geworden sind. Natürlich hat jede einzelne jeden Tag ihren Kampf zu kämpfen. Und vielleicht sind wir untereinander auch nicht immer damit einverstanden, wie wir diese Kämpfe kämpfen – aber im Grunde stehen unsere Schwesterherzen zusammen. Und eigentlich sehnen wir uns danach, füreinander da sein zu können.

Es sind für uns alle lange Wege zur Heilung… physisch oder psychisch… aber wir können ihn gehen und uns immer wieder die Hand reichen uns nähern und uns einfach so annehmen, wie wir sind.

Für mich war es ein langer Weg bis zu diesem Denken, aber ich habe es geschafft und alle Verletzungen heilen – durch die Liebe Gottes, die er mir für diese beiden ins Herz gelegt hat. Ich selbst würde das nicht schaffen und würde es auch nicht wollen – aber mit Gottes Hilfe und dem Blick von Jesus auf uns drei, ist mir bewusst geworden, dass ich Frieden haben will und den bekomme ich einzig durch Jesus.

perfekte Unperfektheit

Wenn mir etwas nicht gelingt, bin ich direkt am Boden zerstört. Ich mit all meinem Perfektionismus und Erwartungen an mich selbst, richte mich selbst und kann nicht bestehen. Ich kann Dinge erfahren, die in der Vergangenheit liegen – und sie können mir den Boden unter den Füßen wegreißen und mich in die Schlucht stürzen lassen.

Aber ich kann auch eine andere Perspektive einnehmen. Einen Blick auf alles – mit den Liebenden Augen Gottes. Wie oft klage ich über Dinge, die mich umhauen, die ich nicht kontrollieren kann? Und wie oft nehme ich dadurch Gott die Möglichkeit, in meinem Leben etwas zu bewirken?

Ich mit all meinem Perfektionismus darf lernen, dass das Perfekte im Nicht-Perfekten liegt. Ich darf lernen, dass ich nicht alles kontrollieren kann, aber demjenigen vollkommen vertrauen darf, der alles kontrollieren kann. Ich darf auf meine Unperfektheit schauen und feststellen, dass ich so wie ich bin perfekt in Gottes Augen bin.

Und dafür bin ich ihm zutiefst dankbar. Dankbar für Perspektivenwechsel und die perfekte Unperfektheit. Und in all dem wird Gott mich vom Boden wieder aufheben und aufrichten.